Die Geschichte des Labrador


 

Avon, vermuteter Ahnherr aller heutigen Labradore.

Ursprünglich stammt der Labrador aus Kanada,
 genauer gesagt von der gleichnamigen Halbinsel
im Nordosten des Landes. Da Kanada früher eine
rein britische Kolonie war und noch heute zum
britischen Commonwealth gehört, gilt er als
britische Hunderasse, obwohl er nicht der
Insel jenseits des Ärmelkanals entstammt.


Die Halbinsel Labrador gehört teilweise zu Quebec
und teilweise zu Neufundland. Ja, Sie haben
richtig gelesen. Der Labrador ist also eng
verwandt mit dem Neufundländer,
auch wenn dieser noch größer,
kräftiger und haariger ist. Entdeckt
wurde die 1,5 Millionen Quadratmeter
große Halbinsel im Jahr 1495, ebenso wie
die Indianer waren die Hunde aber schon
Jahrtausende zuvor hierher gewandert und
wurden nicht erst – wie die Mustangs –
durch die spanischen, französischen und
englischen Entdecker mitgebracht.

Wie genau der Labrador nach Amerika kam,
ist aber leider nicht ganz klar.
Es gibt verschiedene Theorien.

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Le_Labrador.jpg
The Labrador Retriever, Öl auf Leinwand von Albert Demuyser (1997)

FCI-Standard Nr. 122:  Labrador Retriever

 

Allg. Erscheinungsbild

Kräftig gebaut, kurz in der Lendenpartie, sehr aktiv; breiter Schädel, Brust und Rippenkorb tief und gut gewölbt; breit und stark in Lende und Hinterhand.

 

Charakteristika

Gutmütig, sehr bewegungsfreudig. Vorzügliche Nase, weiches Maul, ausgeprägte Wasserfreudigkeit. Anpassungsfähiger, treuer Begleiter.

 

Wesen

Intelligent, aufmerksam und leichtführig, mit grossem Bedürfnis, seinem Besitzer Freude zu bereiten. Von freundlichem Naturell, mit keinerlei Zeichen von Aggressivität oder unberechtigter Scheue.

 

Kopf und Schädel

Breiter Schädel mit deutlichem Stop, klar modelliert ohne fleischige Backen. Kiefer von mittlerer Länge, kraftvoll, nicht spitz. Nasenschwamm breit, gut ausgebildete Nasenlöcher.

 

Augen

Mittelgroß, dabei Intelligenz und gutes Wesen zeigend, braun oder haselnussfarben.

 

Behang

Nicht gross oder schwer, dicht am Kopf anliegend, hoch und ziemlich weit hinten angesetzt.

 

Gebiss

Kiefer und Zähne kräftig mit einem perfekten, regelmässigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

 

Hals

Trocken, stark, kraftvoll, in gut gelagerte Schultern übergehend.

 

Vorhand

Schulterblätter lang und schräg liegend. Vorderläufe mit kräftigen Knochen und von den Ellenbogen zum Boden gerade, sowohl von vorne wie auch von der Seite betrachtet.

 

Gebäude

Brust von guter Breite und Tiefe, stark gewölbter «fassförmiger» Rippenkorb. Gerade obere Linie. Breite, kurze und kräftige Lendenpartie.

 

Hinterhand

Gut ausgebildet, nicht zur Rute hin abfallend, gut gewinkelte Kniegelenke. Tiefstehende Sprunggelenke, Kuhhessigkeit im höchsten Masse unerwünscht.

 

Pfoten

Rund, kompakt; gut gewölbte Zehen mit gut ausgebildeten Ballen.

 

Rute

Charakteristisches Merkmal, sehr dick im Ansatz, sich allmählich zur Rutenspitze hin verjüngend, mittellang, ohne Befederung, jedoch rundherum stark mit kurzem, dickem und dichtem Fell bedeckt, damit in der Erscheinung «rund», dies wird mit «Otterrute» umschrieben. Kann fröhlich, sollte jedoch nicht gebogen über dem Rücken getragen werden.

 

Haarkleid

Charakteristisches Merkmal, kurz, dicht, nicht wellig, ohne Befederung, fühlt sich ziemlich hart an, wetterbeständige Unterwolle.

 

Farbe

Einfarbig schwarz, gelb oder leber-/schokoladenfarben. Gelb reicht von hellcreme bis fuchsrot. Ein kleiner weisser Brustfleck ist statthaft.

 

Grösse

Schulterhöhe: Rüden 56-57 cm, Hündinnen 54-56 cm.

 

Fehler

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

 

Anmerkung

Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.